Institut
Bibliotheca Fuldensis
Eduard-Schick-Platz 5
36037 Fulda
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Leitung: Wissenschaftliche Assistentin: Dr. Regina Pütz
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Hrabanus Maurus überreicht, geführt von seinem Lehrer Alkuin von York, Bischof Otgar von Mainz sein Werk "De laudibus sanctae crucis" Codex Wien, Österreichische Nationalbibliothek 652 |
Wissenschaftlicher Beirat:
Prof. Dr. Herrad Spilling
Dr. Berthold Jäger
Prof. Dr. Theo Kölzer
Das Institut Bibliotheca Fuldensis verfolgte über die laufenden wissenschaftlichen Arbeiten und Kontakte hinaus im Berichtszeitraum vor allem vier Projekte:
1. Die Vervollständigung der Sammlung hochwertiger
fotografischer Reproduktionen der ehemals fuldischen Handschriften zusammen mit
der diese Handschriften bearbeitenden wissenschaftlichen Literatur.
2. Die Veröffentlichung des Basler Bestandes
Frau Dr. Regina Pütz hat das von ihr während ihrer hauptamtlichen Tätigkeit für
das Institut zusammengestellte Material inzwischen unter zwei Hinsichten
aufgearbeitet und für die Publikation vorbereitet. Die ehemals fuldischen heute
in Basel aufbewahrten Handschriften wurden in Anlehnung an die DFG-Richtlinien
zur Handschriftenkatalogisierung vollständig beschrieben. Bisher nicht edierte
Texte wurden vollständig transkribiert und zur Edition vorbereitet. Darüber
hinaus wurde die Geschichte des Basler Bestandes untersucht, um zu klären, wann
und auf welchem Wege, die fuldischen Handschriften ihrer ursprünglichen
bibliothekarischen Heimat entfremdet wurden.
3. Die Sammlung, Rekonstruktion und Veröffentlichung der
ehemals fuldischen Bibelhandschriften durch den Arbeitskreis.
Für die Dokumentation der ehemals fuldischen Bibeltexte fehlen zur Zeit noch die
Reproduktionen zahlreicher Fragmente, die noch von Bucheinbänden in Kassel
abgelöst und fotografisch dokumentiert werden müssen. Aus der Zusammenführung
dieses Materials kann nicht nur näherer Aufschluss über die in Fulda verwendeten
Bibelausgaben erwartet werden, sondern auch über die Zerstreuung der
Klosterbibliothek, lassen sich doch aus der Zweitverwendung der Handschriften
Aufschlüsse über den Weg der Handschriften von der Klosterbibliothek in die
heutigen Archive und Bibliotheken gewinnen.
4. Die Veröffentlichung der im Staatsarchiv Marburg
aufbewahrten Handschriftenfragmente aus ehemals fuldischen Handschriften im
Internet in einer Kooperation zwischen dem Staatsarchiv Marburg, dem Bildarchiv
Foto Marburg, der Theologischen Fakultät Fulda und dem Institut "Bibliotheca
Fuldensis".
Ähnlich wie die Dom- und Diözesanbibliothek Köln beschreitet auch das Hessische
Staatsarchiv Marburg neue Wege zur Erschließung seiner Bestände. Durch die
Bereitstellung hochwertiger digitalisierter Aufnahmen der Handschriften bzw.
Handschriftenfragmente im Internet wird Benutzern unabhängig vom
Aufbewahrungsort der jeweiligen Handschrift die Möglichkeit gegeben, mit dem
Objekt zu arbeiten. Knappe Katalogisierungen bzw. Transkriptionen erschließen
die jeweils abgebildete Handschrift und geben Hinweise auf die bisher dazu
veröffentlichte wissenschaftliche Literatur. In dieser Weise sind die
deutschsprachigen Fragmente des Marburger Bestandes im Internet verfügbar.
Entsprechend sollen die Fragmente ehemals fuldischer Handschriften rasch einer
breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden. Sie werden über das Internetportal
der "Bibliotheca Fuldensis" erreichbar sein. Auf diese Weise würde die räumliche
Rekonstruktion der mittelalterlichen Klosterbibliothek durch eine virtuelle
Rekonstruktion ergänzt. Der Arbeitskreis hat mit der Transkription und
Untersuchung der in Marburg aufbewahrten fuldischen Fragmente begonnen.
Aufgrund der noch gemeinsam mit Prof. Dr. Gangolf Schrimpf geleisteten Vorarbeiten wurde die Edition von drei Fragmenten vorbereitet, die einen Kommentar zu "De nuptiis Philologiae et Mercurii" des Martianus Capella überliefern (StA Marburg s.n.).
Unsere Sponsoren: Förderkreis der Theologischen Fakultät Fulda e.V.
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