Kontaktstudium- Archiv
Wintersemester 2009/2010
„Gott und die Frage nach dem Glück. Anthropologische und ethische Perspektiven.“

Prof. Dr. Christoph G. Müller, Rektor

Programm und Einladung zum Download


Sommersemester 2009
„Wallfahrten und heilige Stätten in Geschichte und Gegenwart“

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„Wallfahrten und heilige Stätten in Geschichte und Gegenwart“ |
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05. Mai 2009 |
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„ Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern“ (Ps 122,1)Prof. Dr. theol. Dr. phil. Bernd Willmes, Fulda Berichterstattung von Hermann Joseph Konze
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12. Mai 2009 |
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Stephan von Clodh OSB als Probst von St. Michael und das barocke Wallfahrtswesen in Fulda Prof. Dr. theol. Werner Kathrein, Fulda
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19. Mai 2009 |
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Wallfahrten im Spannungsfeld von Aufklärung und Säkularisation Dr. theol. Michael Müller, Bad Soden-Salmünster
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26. Mai 2009 |
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Der Jakobsweg – im Mittelalter und heute PD Dr. Reinhard Chiari, Fulda
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Wintersemester 2008 / 2009
Paulus - Biographie und Theologie
War er das Enfant terrible des Urchristentums? War er der vielleicht originellste Denker der frühen Kirche? An Paulus kommt niemand vorbei, der das Werden des christlichen Glaubens zu verstehen sucht. Doch schon zu seinen Lebzeiten war er schwer einzuordnen, schon bald gab es Schüler, aber auch Gegner. Mehr als die Hälfte der neutestamentlichen Schriften haben direkt oder indirekt mit Paulus zu tun. Was können wir über ihn in Erfahrungen bringen, über seine Persönlichkeit und sein Denken? Was sind die grundlegenden Themen seiner Theologie? Das Paulusjahr 2008/2009 ist eine Einladung, solchen Fragen nachzugehen.
Die Briefe des Apostels Paulus zeigen, dass die Entwicklung der Grundlinien paulinischer Theologie in Kommunikationsvorgängen mit frühchristlichen Gemeinden Ausdruck gefunden hat. Das schlägt sich insbesondere in ekklesiologischen Fragestellungen nieder, betrifft aber auch die Kreuzestheologie und seine Rechtfertigungslehre. Dafür soll der Blick der Teilnehmenden im Kontaktstudium geschult werden.
Im Namen der Theologischen Fakultät sowie der eingeladenen Paulus-Experten heiße ich Sie herzlich willkommen!
Prof. Dr. Christoph Gregor Müller
Bereit sein zu hören - Fragen über Paulus - Bonifatiusboten Nr. 44
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Paulus – Biographie und Theologie |
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28. Oktober 2008 |
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Das Paulusbild der Apostelgeschichte und die antike Biographie Prof. Dr. Bernhard Heininger, Würzburg
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4. November 2008 |
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“Ihr seid der Leib Christi” – Aspekte des paulinischen Gemeindeverständnisses Prof. Dr. Maria Neubrand MC, Paderborn Hermann-Joseph Konze berichtet
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11. November 2008 |
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Paulus und seine Mission Prof. Dr. Thomas Schmeller, Frankfurt/M. Hermann-Joseph Konze berichtet
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18. November 2008 |
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Der Apostel als Theologe und Prophet Dr. Andrzej Najda, Warschau Hermann-Joseph Konze berichtet
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25. November 2008 |
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„Mache dich auf, werde Licht!“ Zwischen Bach-Nachfolge und romantischem Stil: Mendelssohns Oratorium „Paulus“ Prof. Dr. Albrecht Goebel, Koblenz Hermann-Joseph Konze berichtet / Fuldaer Zeitung
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2. Dezember 2008 |
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„Paulus“ in der Kunst – Bilder des Glaubens" Prof. Dr. Max-Eugen Kemper, Rom/Fulda Hermann-Joseph Konze berichtet / Fuldaer Zeitung Bericht der Bischöflichen Pressestelle
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Sommersemester 2008
Freie Zeit - Geschenkte Zeit: Erfahrungen mit dem Phänomen Zeit
„Haben Sie Zeit für mich?“ Diese Frage an Bekannte und Unbekannte gestellt, kann viele Reaktionen hervorrufen: Was will er oder sie von mir? Werde ich unbedingt gebraucht, habe ich Lust, für ihn oder sie da zu sein, stiehlt er oder sie meine Zeit? Unsere christlich-jüdische Tradition hat die Zeit schon immer gegliedert. Die Stundengebete sind ebenso Zeichen dafür wie die Gliederung der Woche, des Kirchenjahres und die Lebenszeit. „Alles hat seine Zeit“ sagt der Prediger Kohelet. In vier unterschiedlichen Perspektiven stellen wir uns dem Phänomen. Die Rolle des Sabbats und des Sabbatjahrs wird in Blick genommen. Die Frage nach der Zeitdimension im Klosterleben, verbunden mit unserer Beobachtung, wie viele Leute sich auf Zeit davon angezogen fühlen. Das Problem nach der Zeit im Alter und im Warten auf die Vollendung ist zu bedenken, sowie die Frage, welche kirchlichen Angebote der Qualifikation der Freizeit dienen.
Wir laden Sie ein, sich zum Kontaktstudium Zeit zu nehmen.
Prof. Dr. Richard Hartmann
| Die Vorträge |
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Freie Zeit – Geschenkte Zeit: Erfahrungen mit dem Phänomen Zeit |
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6. Mai 2008 |
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Vom Sabbat zum Sabbatjahr Prof. Dr. theol. Dr. phil. Bernd Willmes, Fulda
Der Fuldaer Alttestamentler Prof. Dr. Dr. Bernd Willmes hielt im gut gefüllten Auditorium Maximum den Vortrag am ersten Abend des Kontaktstudiums im Sommersemester 2008. Auch thematisch widmete sich Willmes Eingangsfragen der Thematik. In der Regel, so Bernd Willmes, bietet sich das Wochenende an, um gemeinsame Zeit - freie Zeit - mit Familie und Freunden zu verbringen und diese - idealerweise - sinnvoll zu füllen. Professor Willmes erläuterte in seiner Darstellung dann die alttestamentlichen Grundlagen und die Entwicklung des Sabbats, also desjenigen Tages, der auch die Hintergrundfolie für den Sonntag als christlichen Feiertag bildet. "Christen haben gegen den Willen Gottes, der das Sabbatgebot nie aufgehoben hat – auch Christus nicht –, später den Sabbat (...) durch den Sonntag als Tag der Auferstehung Christi abgelöst. Immerhin haben sie dabei den Gedanken der Arbeitsruhe auch für die abhängig Beschäftigten übernommen und den des Gottesdienstbesuchs am Tag des Herrn. Für Einzelfragen zur Feier des Sonntags gelten sicherlich auch weiterhin die Grundsätze, die Jesus für den Sabbat aufgestellt hat: Der Sonntag ist für den Menschen da, und es ist erlaubt, am Sonntag anderen aus einer Not zu helfen, ihnen Gutes zu tun," so Willmes am Ende auch kritisch. Zuvor hatte er die Frage nach der Herkunft des Sabbats beleuchtet, notwenig, da es zwischen den beiden bekanntesten Formulierungen des Sabbatgebotes im Dekalog (Ex 20,8-11 und Dtn 5,12-15) durchaus Unterschiede gäbe. Eine wichtige Vorstufe sei das Verständnis des siebten Tages als eines Ruhetages wie es etwa im Bundesbuch (Ex 23,12) oder in Ex 34,21 gefordert sei. Als theologische Begründung des Sabbatgebotes sei zum einen eine schöpfungstheologische (Vgl. Ex 21,11) zu nennen: weil auch Gott am siebten Tag nach der Erschaffung der Welt ruhte sowie eine heilsgeschichtliche (Vgl. Dtn 5,15): der Sabbat als Feier des Herrn im Gedächtnis an die Befreiung aus der Knechtschaft in Ägypten. Jedoch bleibe offen, so Willmes weiter "wie man den Sabbat heiligen oder halten soll, ... wenn wir von dem Verbot der Arbeit absehen." Bevor die Regelungen zum so genannten Sabbatjahr thematisiert wurden - eine Zeit die für viele Menschen heute, freilich unter einem anderen Aspekt, wieder als "Auszeit" aktuell ist -, wurde noch ein Blick auf die Bemerkungen zum Sabbat bei den Propheten und anderen nachexilischen Texten geworfen. Das Sabbatjahr im AT umfasst die Phänomene des Brachjahres als Schutz des Landes und des Erlassjahres (von Schulden). Im Anschluss an den Vortrag schloss sich eine kurze Diskussionsrunde an. Siehe auch hier: Presse
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13. Mai 2008 |
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„Gottes geschenkte Stunden – Freizeit und Klosterleben“ Dr. theol. Ute Leimgruber, Fulda Zeit als Geschenk Gottes? Noch dazu Freizeit? Ist Freizeit denn überhaupt „freie Zeit“? Denn im Grunde scheint heutzutage nichts seltener geworden zu sein als freie Zeit. In diesem Zusammenhang warf an diesem Abend Dr. Ute Leimgruber den Blick auf Klöster. Sie können Orte sein, an denen der moderne Mensch überhaupt einmal zur Ruhe kommen kann, wo er oder sie Ruhe – und damit eine bestimmte Dimension von Zeit erfährt. Je komplexer die Welt wird, umso weniger Zeit glauben wir zu haben, umso mehr Wahlmöglichkeiten pro Zeiteinheit stehen zur Verfügung. Lesen Sie hier mehr darüber.
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20. Mai 2008 |
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Altern inmitten verlängerter Lebensspannen und verkürzter Jenseitsvorstellungen Dr. theol. Dipl. psych. Ulrich Feeser-Lichterfeld, Bonn Aus Bonn angereist - vom Institut für Wissenschaft und Ethik - war an diesem Abend Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld. Er betrachtete das Thema der Freizeit aus einem u.a. psychologischen Blickwinkel.. Nach seiner Feststellung, dass der demographische Wandel sich als "Trend zur Hochaltrigkeit" darstelle, zeigte er eine kleine Phänomenologie eines verlangsamten Alterns auf: das Alters stelle sich sehr vielgesichtig dar, Pflegebedarf steige und auch - obwohl teilweise verschwiegen - bereite das bevorstehende Lebensende vielen Menschen existentielle Sorgen. Ein Grundentscheidung stehe an: Versteht man das Alters als Last mit der Folge, "Anti-Aging" zu betreiben, oder begreife man das Alter auch als Chance - akzeptiere man es: sowohl persönlich als auch innerhalb der Gesellschaft!? Der Mensch finde sich - auch wenn er nicht alt, sondern jung sei - immer in je verschiedenen Lebensaltern wieder. Hier gelte es, das "Alter" je neu als eine "die Lebenszeit prägende Zeitform" mit einem theologischen Sinngehalt zu füllen. Kennzeichen der heutigen Zeit sei jedoch eine Krise der "eschatologischen Rede" und damit auch der theologischen Lebensdeutung: wenn der Mensch von der Zukunft (der Zeit nach dem Tod) nichts mehr erwartet, dann muss er in diesem Leben alles erreichen. Siehe auch hier: Presse
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27. Mai 2008 |
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Kirche als Freizeitunternehmen? Kriterien einer Pastoral der Freizeit Prof. Dr. theol. Richard Hartmann, Fulda Zum Abschluss der Vorlesungsreihe in diesem Semester unternahm der Fuldaer Rektor und Pastoraltheologe Prof. Dr. Richard Hartmann eine Tour d'Horizont durch das Verständnis von Freizeit im Hinblick auf die Kirche und entwickelte eine mögliche Pastoral der Freizeit. "Es war noch zu meinen Kaplanszeiten", so begann Hartmann seinen Vortrag im wieder vollbesetzten Auditorium Maximum, "als wir mit Jugendlichen das Kloster Engelthal in der Wetterau besuchten. Ein Teenager fragte (...) die Schwester, ob sie denn auch Zeit für sich habe. 'Was meinst du denn so?' entgegnete die Schwester. Das Mädchen offen, 'So Zeit um sich zu schminken und schön zu machen.'" Daran zeige sich, dass Freizeit als ungeplante Zeit, als "Zeit für mich" heute zu den "Selbstverständlichkeiten der Lebenskonzepte" zähle. Nach einer sich daran anschließenden ausführlicheren Begriffsbestimmung "Freizeit - was ist das?" ging Hartmann auf die Freizeitkritiken u.a. von Max Horkheimer und Theodor Adorno ein. "Gäbe es die Freizeit nicht, hätte Kirche keine Chance", so die provozierende These im folgenden Abschnitt über das "spannende Verhältnis" von Kirche und Freizeit. Es müsse deutlich werden, dass "Freizeitpastoral (...) nicht zu einem Konkurrenzangebot am Freizeitmarkt verkommen" dürfe. Kirche und Freizeitpastoral müssten den Menschen helfen, ihre Zeit wertvoll und sinnvoll - also im Hinblick auf das Ziel des Menschen, das geglückte Leben, - zu gestalten. Im Anschluss daran wurden von Professor Hartmann einige Kriterien für das "freizeitpastorale Handeln der Kirche" dargestellt. Dabei werde die Pastoral zunächst vom christlichen Grundverständnis des Menschen als Wesen der Freiheit geleitet: Was ist die Primärmotivation des kirchlichen Handelns? - Möchte ich mit meinem Speck nur "Mäuse fangen", oder eröffnet Kirche dem Menschen die Möglichkeit "zur mündigen Gestaltung seiner sinnvollen Zeit?" Freizeitpastoral diene, so daran im Anschluss, der Gemeinschaftsbildung und fördere idealerweise die Motivation zu diakonischem Handeln: "Freizeitpastoral kann Menschen in neue Erfahrungsräume führen und Prozesse einleiten, die sie für die Not der Menschen sensibilisieren." Freizeitarbeit sei elementar auch Bildungsarbeit, so Hartmann weiter. Um zu leben brauche es mehr als nur schulisch oder anderweitig vermitteltes Wissen. Der Mensch benötigt auch solche Kompetenzen, die allgemein als "sozial" bezeichnet werden: Wertorientierung, Horizonterweiterung, Gewissensbildung und Lernen der Verantwortlichkeit für die Schöpfung und religiöse Bildung. All das seien Aspekte, die eine Freizeitpastoral im Sinne einer "Humanen Bildung" fördern könne. Schließlich, und so schloss der Vortragende, müsse Zeit immer wieder als Zeit vor Gott und somit als Gnadenzeit verstanden werden: "Gegen alle Organisation von Freizeit bringen wir daher in den gesellschaftlichen Diskurs die Wirklichkeit der Präsenszeit vor Gott ein, jeder zweckfreien Zeit der Stille, des Hörens auf Gott und der Anbetung, die nicht wieder verzweckt wird, die keine Zeit ist, die gebraucht und verbraucht wird." Eine Trauerkantate von Johann Sebastian Bach spricht dann auch: "Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit. In ihm leben und sind wir." Siehe auch hier: Presse
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Wintersemester 2007 / 2008
Wunder gibt es immer wieder
Die Evangelien bezeugen, dass Jesus durch Wunder unterschiedlichster Art Aufsehen erregt hat. Nach dem Johannes Evangelium sind die Wunder „Zeichen“ der mit Jesus angebrochenen Gottesherrschaft. Von den Augenzeugen dieser Wunder kamen jedoch nur manche zum Glauben, andere hatten offensichtlich Zweifel. Auch heute noch reagieren Menschen auf Heilungswunder oder andere wunderbare Erscheinungen sehr unterschiedlich, sowohl auf die von Jesus berichteten Wunder als auch auf in heutiger Zeit immer wieder geschehende Heilungen oder von manchen Menschen berichtete wunderbare Erscheinungen. Für das Kontaktstudium konnten wir Experten aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen gewinnen, die sich mit den Wundern Jesu und psychologischen Erklärungen für wunderbare Heilungen und Erscheinungen befasst haben. Auf der durch sie gelegten Basis kann dann sicherlich leichter die Frage beantwortet werden, ob es vernünftig ist, an Wunder zu glauben. Welche Gedanken sich Kinder über Wunder machen und wie man angemessen mit ihnen darüber sprechen kann, wird am letzten Abend zur Diskussion stehen.
Prof. Dr. Dr. Bernd Willmes
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Die Vorträge
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Sommersemester 2007
Die aktuelle Vorlesungsreihe hatte mit dem Vortrag von Prof. Dr. Werner Kathrein (Fulda) über Elisabeth als Fuldaer Heilige begonnen. Am Dienstag dem 15. Mai sprach Diözesanbaumeister Dr. Burghard Preusler (Fulda) zu dem Thema "Die heilige Elisabeth, kein Thema für eine zeitgenössische Kunst?". Prof. Dr. Peter Schallenberg (Fulda) referierte am 22. Mai über die Relevanz des Dienstes der Heiligen unter heutigen Bedingungen: „Elisabeth als Impuls? Diakonie im postmodernen Sozialstaat“. Den Abschluss der Vorlesungsreihe bildete am Dienstag dem 29. Mai Dr. Paul Lang mit seinem Vortrag „Elisabethverehrung im 19. Jahrhundert - Oratorium "Die heilige Elisabeth" von Heinrich Fidelis Müller".
Wir bedanken uns herzlich für die rege Teilnahme an den Veranstaltungen und hoffen, dass die Impulse fruchtbar sein werden für das Elisabethjahr und auch für jeden ganz persönlich.
Heilige Elisabeth – Theologische Spurensuche
Den 800. Geburtstag der heiligen Elisabeth von Thüringen nimmt die Theologische Fakultät Fulda zum Anlass, der Wirkungsgeschichte der großen Heiligen des 13. Jahrhunderts aus unterschiedlichen Perspektiven nachzuspüren. Obwohl die Elisabethverehrung bereits unmittelbar nach dem Tode der Heiligen in Marburg begann, spielte Elisabeth von Thüringen unter den Heiligen, die in der Kirche von Fulda verehrt wurden, weder in den Zeiten des Hochstifts noch bei der Bistumsgründung im Jahre 1752 eine Rolle. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts begann die Elisabethverehrung in der Diözese Fulda und erst seit 1976 ist die heilige Elisabeth von Thüringen offiziell die zweite Patronin des Bistums. Von daher stellt sich die berechtigte Frage, ob Elisabeth als „eine Fuldaer Heilige“ bezeichnet werden kann. Bei der Heiligenverehrung und damit auch in der Frömmigkeitsgeschichte spielen Darstellungen der Kunst eine wesentliche Rolle. Exemplarischen Darstellungsformen des Lebens und Wirkens der heiligen Elisabeth nachzuspüren, diese aus kunsthistorischer und vor allem aus theologischer Perspektive zu deuten, ist ein weiterer Schritt der „Spurensuche“. Die Vorträge des Kontaktstudiums sollen sich jedoch nicht auf geschichtliche Hinweise und Erinnerungen begrenzen, vielmehr soll das Gedenken an Elisabeth auch als kritische Anfrage an gesellschaftliche Wirklichkeiten verstanden werden. Unsere heutige Gesellschaft braucht nämlich nicht nur Gerechtigkeit, sondern „auch Barmherzigkeit und Solidarität für jene, die nicht mit dem Leben zurechtkommen“, schreiben die Bischöfe Algermissen und Wanke im gemeinsamen Hirtenwort zur Eröffnung des Elisabethjahres. Deshalb ist zu fragen, ob aus dem historischen Wirken der Heiligen Impulse für das diakonische Wirken im postmodernen Sozialstaat „ableitbar“ sind. Das Elisabethjubiläum 2007 wird von Christinnen und Christen beider Konfessionen gefeiert, zum Teil auch mit gemeinsamen Veranstaltungen. Viele Menschen werden in diesem Jubiläumsjahr zu den deutschen und ungarischen Gedenkstätten der sympathischen Heiligen pilgern. Könnte Pilgern, als asketische Übung gelebte christliche Frömmigkeit, in eine ökumenische Spiritualität einüben? Gewiss eine schwierige, aber durchaus spannende Frage.
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8. Mai 2007, 19.30 Uhr |
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Prof. Dr. Werner Kathrein (Fulda) „Elisabeth von Ungarn und Thüringen – eine Fuldaer Heilige?“
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15. Mai 2007, 19.30 Uhr ÄNDERUNG! |
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Diözesanbaumeister Dr. Burghard Preusler (Fulda) "Die heilige Elisabeth, kein Thema für eine zeitgenössische Kunst?" Der Vortrag von Prof. Dr. Max-Eugen Kemper (Fulda/Rom) muss wegen Krankheit entfallen. |
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22. Mai 2007, 19.30 Uhr |
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Prof. Dr. Peter Schallenberg (Fulda) „Elisabeth als Impuls? Diakonie im postmodernen Sozialstaat“
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29. Mai 2007, 19.30 Uhr ÄNDERUNG! |
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Dr. Paul Lang „Elisabethverehrung im 19. Jahrhundert - Oratorium "Die heilige Elisabeth" von Heinrich Fidelis Müller" Der Vortrag von Bischof em. Prof. Dr. Christian Zippert (Marburg) muss wegen Krankheit entfallen. |

Wintersemester 2006/2007
Ist
mit dem Tod alles aus? Antworten aus christlicher Sicht
Die Frage, ob mit dem Tod alles aus ist, bewegt die Menschen meist, wenn sie von einem lieben Menschen Abschied nehmen müssen oder aufgrund ihres Alters oder einer schweren Krankheit dem Tod entgegensehen.
Christen bekennen im Apostolischen Glaubensbekenntnis „Ich glaube an… die Auferstehung der Toten und das ewige Leben“ und verneinen damit diese jeden Menschen bedrängende Frage. Doch manche Christen neigen auch der Wiedergeburtslehre zu und beantworten damit die Eingangsfrage, obwohl diese Lehre nicht den Aussagen der Heiligen Schrift entspricht. Das Kontaktstudium geht von der im Alten Testament bezeugten Entwicklung der Jenseitserwartungen aus, befasst sich mit der Antwort des christlichen Glaubens auf die Frage, was wir über den Tod hinaus von Gott erhoffen dürfen, in Abgrenzung zur Wiedergeburtslehre und endet mit der trostvollen Botschaft des Neuen Testaments in der Apokalypse des Johannes – ohne zu beanspruchen, auf alle Fragen nach „den letzten Dingen“ eine Ihre Neugier befriedigende Antwort zu geben.
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31. Oktober 2006, 19.30 Uhr |
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Jahwes Macht über die Scheol – Zur Entwicklung der Jenseitserwartung im Alten Testament. Professor Dr. Dr. Bernd Willmes (Fulda) |
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7. November 2006, 19.30 Uhr |
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Indizien für Reinkarnation? – Kritische Überlegungen aus christlicher Sicht Privatdozent Dr. Werner Thiede (Neuhausen) |
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14. November 2006, 19.30 Uhr |
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Sind wir nur einmal auf Erden? – Christlicher Glaube vor der Herausforderung durch die Wiedergeburtslehre – Professor Dr. Medard Kehl SJ (Frankfurt/M.) |
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21. November 2006, 19.30 Uhr |
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Mysterium der Verwandlung. Das Verständnis des Todes in der neueren Eschatologie. Professor Dr. Josef Wohlmuth (Bonn) |
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28. November 2006, 19.30 Uhr |
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„Gott wird alle Tränen abwischen“ (Offb 21,4). Anmerkungen zum Gottesbild der Apokalypse Professor Dr. Christoph Gregor Müller (Fulda) |
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5. Dezember 2006, 19.30 Uhr |
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Antrittsvorlesung von Herrn Professor Dieter Wagner (Fulda) „Sterben Äpfel auch?“ – Theologisieren mit Kindern im Religionsunterricht |
Einladung, Information, Programm, Anmeldung zum Download (pdf)

Sommersemester 2006
Hrabanus Maurus in seiner Zeit
Die Theologische Fakultät Fulda bietet in jedem Semester eine
Ringvorlesung zu besonders aktuellen Themenbereichen als Kontaktstudium an, zu
denen Priester und Laien, Seelsorger und Religionspädagogen, sowie alle an
diesen Fragen Interessierten eingeladen sind. Gebühren werden für das
Kontaktstudium nicht erhoben. Es können auch einzelne Vorlesungsveranstaltungen
besucht werden. Den Teilnehmern der gesamten Vorlesungsreihe wird auf Anfrage
ein Zertifikat ausgestellt.
Im Gedenkjahr des Hl. Hrabanus Maurus, 1150
Jahre nach seinem Tod, widmet die Theologische Fakultät Fulda das Kontaktstudium
im Sommersemester 2006 ihrem berühmten Patron. Obwohl von Konflikten nicht
verschont, stand das Kloster Fulda unter Hrabans Regierung in seiner größten
Blüte; die Klosterschule wurde unter seiner wissenschaftlichen Leitung das
geistige Zentrum des ostfränkischen Reiches.
Die öffentlichen Vorträge beleuchten Person
und Wirken dieses großen Gelehrten ebenso wie seinen Kontext, teils in
theologie-, teils in kirchengeschichtlicher Perspektive, unter wirtschafts- wie
unter wissenschaftshistorischen Aspekten. Jeder von ihnen will einen anderen
Zugang vermitteln zu einer Epoche, in der das Ansehen Fuldas weiter strahlte
denn je. 2.
Mai 2006
Hrabanus Maurus als Abt des Reichsklosters
Fulda Prof. Dr. Werner
Kathrein (Fulda)
9.
Mai 2006
Zur wirtschaftlichen und rechtlichen
Entwicklung des Klosters Fulda unter Hrabanus Maurus Dr. Berthold Jäger
(Fulda)
16. Mai 2006
Autorität
und Vernunft. Der Methodenstreit in der karoling. Theologie und in der Theologie
des 11. Jh.
Prof. Dr. Bernd Goebel (Fulda)
23.
Mai 2006
Hrabanus Maurus in der Bibliothek. Ein
Wissenschaftler bei der Arbeit Prof.
Dr. Marc-Aeilko Aris (München/Fulda)
Fulda, eine heilige
Stadt. Hrabanus Maurus und die Reliquientranslationen Dr. Janneke Raaijmakers (Amsterdam)

06. Juni 2006
Anlässlich der
Verleihung des Josef-Leinweber-Preises